Grundschule Löhne-Ort
| Nutzung | Bildung |
| Bauherr | Stadt Löhne |
| Ort | Löhne-Ort |
| Jahr | 2024 |
| BGF | 3.982 qm |
| VgV 2024 | Zuschlag |
Die Grundschule Löhne-Ort im Südwesten der Stadt Löhne, umgeben von landwirtschaftlichen Flächen, ist eine 3- zügige Schule, die zusätzlich eine Übermittagsbetreuung anbietet. Die Anbindung an das Grundstück erfolgt sowohl aus westlicher Richtung über den Obernfeld als auch aus östlicher Richtung über den Neuen Kamp.
Das Hauptgebäude, das 1966 errichtet und in den Jahren 1969 und 1974 erweitert wurde, ist ein weit verzweigtes dezentrales Schulhaus, dessen Qualität in dem groß angelegten Atrium neben dem Schulforum besteht.
Neben dem Hauptgebäude sind ein temporärer Pavillon, ein OGS-Gebäude und eine Sporthalle im westlichen Teil des Grundstücks platziert.
Das Hauptgebäude der Grundschule hat gravierende baukonstruktive und bauphysikalische Mängel, sodass ein Neubau anstelle des eingeschossigen Teils des Gebäudes geplant wird. Der zweigeschossige Bestand, in den zukünftig die Mensa und der Verwaltungstrakt lokalisiert ist, soll saniert und erweitert werden.
In das jetzige OGS-Gebäude ziehen die Mehrzweckräume Bücherei, Kunst und Werken und Musik, während die Räume der Übermittagsbetreuung in den Neubau wechseln. Für diese Umprogrammierung müssen in dem Bestandsgebäude einige kleinere Umbaumaßnahmen geschehen.
Die Aufgabenbeschreibung der vorliegende Machbarkeitsstudie beschreibt eine Generalsanierung des Hauptgebäudes der Grundschule Löhne-Ort.
Nach der Bestandsaufnahme der mangelnden Statik des Bestandes, der schadstoffbelasteten Baustoffe sowie erheblicher brandschutztechnischer Mängel schlägt PBA einen Neubau vor. Diese wird nach zustimmender Entscheidung in der Ratssitzung der Stadt Löhne in Abstimmung mit allen Projektbeteiligten weiterverfolgt:
Das Konzept der Grundschule Löhne-Ort ist basiert auf einer Clusterschule, dessen einzelne Cluster und das neue Forum um ein großes Atrium angeordnet sind, das den Charakter des Bestandsgebäude aufnimmt. Ein weiterer Kernpunkt des Konzeptes ist die Verbindung der Klassenräume zum grünen Außenraum. SchülerInnen können direkt aus den Klassenzimmern in die Natur, wodurch dem Unterricht eine dynamische Qualität geboten wird.
Der Haupteingang wird aus westlicher Richtung erschlossen. Am Ende der großangelegten, überdachten Außentreppe, die auch mit Rutschen, Rampen, Kletteranlagen und Sitzgelegenheiten bespielt wird, sind die Eingänge zur rechten und linken Seite im offenen Atrium lokalisiert. Der barrierefreie Eingang befindet sich direkt am Fuße der Treppe zur linken Seite in dem sanierten zweigeschossigen Bestandsgebäudeteil, der auch der Zugang für den Speiseraum der Mensa und der Pausentoilettenanlage der Schüler ist.
Der zweigeschossige Gebäudeteil besteht aus einem sanierten Bestandgebäude mit einer Erweiterung an der nördlichen Bestandsfassade und einem neuen Satteldach mit Unterkonstruktion.
Die einzelnen Cluster bestehen jeweils aus drei Klassenräumen, einem Differenzierungsraum und einem Teamraum, der nach dem Unterricht auch für die Übermittagsbetreuung genutzt werden soll. Diese Räume kommen in der Mittelzone zusammen, in der ein zentrales Waschbecken installiert ist.
Der Neubau der Clusterschule ist mittels Modulbauweise mit Holzbindern, Fertigbetonteilen und Spannbetonhohlplattendecken. Die Fassade soll mit grünen Keramikfliesen auf einem mineralischen Wärmedämm- Verbindsystem ausgeführt werden. Auch im Verbindungsgang um das neue Atrium soll das Thema der Fliesen im Innenbereich mit aufgenommen werden.
Die Fenster sind als Holzaluminiumfenster vorgesehen, die die Nutzung des Materials Holz in den Innenräumen thematisieren.
Das Tragwerk der neuen Aula ist als Holztragwerk geplant, dessen schräge Vollholz-Binder ein Pultdach mit Kalzip- Deckung halten. Das Satteldach des Bestandsgebäude wird ebenfalls mit einem Holztragwerk als Kalzip-Dach konstruiert.
Der Schulhof separiert sich aufgrund des Konzeptes und des signifikanten Höhenunterschiedes im Gelände in zwei Bereiche.
Der östlich gelegene, grüne Schulgarten um die Cluster ist von außen durch Hecken gesichert und neben der Zugänglichkeit durch das Hauptgebäude nur durch zwei Tore für die Pflege der Rasenfläche zu erreichen.
Am Haupteingang erstreckt sich in westlicher Richtung der öffentliche Schulhof, der das Schulgebäude mit dem derzeitigen OGS-Gebäude und der Sporthalle verbindet. Hier sollen im südlichen Teil neben der Sporthalle weiterhin die Parkflächen der Belegschaft, wie die Kiss + Ride-Fläche für die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Im nördlichen Teil neben einer großen Spiel- und Vegetationsfläche, können die SchülerInnen ihre Fahrräder deponieren. Hier befindet sich auch die Anlieferung für die Mensa, die täglich warm beliefert werden soll.