ULB Lernraumerweiterung
| Nutzung | Bibliothek, Bildung |
| Bauherr | Universität Münster |
| Ort | Münster |
| Jahr | 2024 |
| BGF | 1.400 qm |
| VgV 2024 | Zuschlag |
Foyer
Im Rahmen der geplanten Maßnahme finden diverse Umbaumaßnahmen innerhalb des Bestandsgebäudes der ULB statt, um die Räumlichkeiten an den aktuellen Bedarf anzupassen.
Das Foyer wird über zwei Karussell-Türen von einem Innenhof aus erschlossen.
Der Raum ist im Bestand von einer Vielzahl an Schließfächern auf der einen Seite und einer großen Ausgabe- und Infotheke an der anderen Seite geprägt. Im Rahmen der Neuplanung werden die Schließfächer reduziert und neu verortet. Zudem wird die Ausgabetheke zurückgebaut und eine kleinere Ausgabe am angrenzenden Flur neu platziert.
Das Herzstück des Foyers bildet zukünftig ein großzügiger Erfrischungsbereich, angelegt als geschwungene Thekenanlage mit angrenzendem Lagerbereich.
Die Theke sorgt in ihrer Formensprache für eine Lenkung der Besucher vom Eingangsbereich in Richtung des Inneren des Gebäudes und wird mit einer Holzverkleidung versehen.
Die Möblierung des Foyers gliedert in einen Bereich mit Barhockern an der Theke, Stehtische im Bereich des zweigeschossigen Luftraumes und einen Bereich mit Lounge-Möbeln im eingeschossigen Bereich.
Die Trennwand zum angrenzenden Flur wird – wie auch schon im Bestand – diverse Funktionen aufnehmen. Zum einen wird ein Brandschutzvorhang in die Wand integriert, zum anderen finden dort diverse Automaten und ein paar Schließfächer Platz. Die „Funktionswand“ nimmt die Materialität der Holzverkleidung der Theke auf und bildet das verbindende Element zwischen Foyer und Arbeitsbereich.
Eine neue Freitreppe verbindet das EG mit der Empore des Arbeitsbereiches im 1.OG.
Arbeitsbereich
Über eine neue doppelflügelige Glastür wird die Sichtbeziehung vom Foyer in Richtung des neuen Arbeitsbereiches hergestellt. Das hier im Bestand vorhandene Lehrbuchmagazin wird zurückgebaut und durch einen Arbeitsbereich ersetzt, der insbesondere für die Arbeit in Gruppen ausgelegt sein soll.
Hier wird die Brüstung an der Südfassade zurückgebaut zugunsten des Einbaus einer bodentiefen Verglasung.
Die Möblierung umfasst neben klassischen Arbeitstischen für Gruppen von 4 Personen ebenfalls geschützte Lounge-Sitzecken, die bereits im Bestand Anwendung und Anklang finden.
Ergänzend sind offenere Lounge-Sitzecken sowie ein Thekenbereich mit Stehplätzen und Sitzhockern vorgesehen.
Entlang eines bestehenden Lüftungskanals wird eine neue WC-Anlage errichtet, die als „All-Gender-WC“ gestaltet wird. An die WC-Anlage schließen sich noch ein barrierefreies WC sowie ein Abstellraum an.
Arbeitsbereich und Beratungsräume 1. Obergeschoss
Im 1. Obergeschoss wird das bestehende Auditorium zurückgebaut und es entsteht ein zum Foyer hin geöffneter Arbeitsbereich mit Sitzplätzen entlang der bestehenden Betonbrüstung.
Dahinter wird ein größerer Bereich abgetrennt, der sich in einen großen und kleinen Beratungsraum sowie zwei kleinere Gruppenarbeitsräume gliedert, die vom Arbeitsbereich an der Empore erschlossen werden können.